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Unentschieden fühlt sich wie ein Sieg an

Beim TSV Hertha Walheim erkämpfte das RTV JUDOTEAM am Samstagabend einen wertvollen Punkt. Dass das Unentschieden (7:7) im Anschluss wie ein Sieg gefeiert wurde, ist beim Blick auf den stark ersatzgeschwächten Remscheider Kader, nicht verwunderlich. Neben den Langzeitverletzten Wandtke, Buscher und Wieczerzak, standen Coach Peter Degen auch Hass (Erkältung), Cabecana (U 18 Europameisterschaft), Ickes (Trainingslager in Kroatien), Smink (Trainingslager in der Mongolai) und die Frey-Brüder Karl-Richard und Johannes (DJB-Maßnahme) nicht zur Verfügung.

Das führte dazu, dass der RTV im zweiten Durchgang sogar eine Gewichtsklasse (-66 Kg.) kampflos abgeben musste. Die die auf der Matte standen, gaben indes alles um Zählbares aus der Kaiserstadt mitzunehmen. Dass das am Ende gelang, war u.a. einer taktischen Meisterleistung von Trainer Peter Degen zu verdanken, der hohes Risiko ging, indem er sechs von sieben Kämpfer im ersten Durchgang jeweils eine Gewichtsklasse höher starten ließ. Das sorgte beim Gegner offensichtlich für Verwunderung und brachte den Bergischen den gewünschten Erfolg.

Jasper Lefevere (-73 Kg.) gewann seinen Kampf nach nur 13 Sekunden. Auf 2:0 erhöhte im Anschluss Christos Pintsis (-60 Kg.), der den ehem. deutschen U21-Vize-Meister Silas Dell bezwang. Sascha Schmitz hatte zwar gegen seinen 40 Kilogramm schwereren Gegner das Nachsehen, doch Sam van’t Westende (-90 Kg.) dominierte den Aachener Bundesligaroutiner Arthur Westerkamp und stellte auf 3:1. Cedric Thyssen (-100 ) verlor trotz starker Gegenwehr kurz vor Ende der Kampfzeit gegen Biesbrouck. Den vierten Remscheider Punkt sicherte Alexander Gabler (-81 Kg.) dem JUDOTEAM. Nachdem sich Nikolas Koch (-66 Kg.) dem niederländischen Meister Ivo Verhorstert geschlagen geben musste, stand es nach dem ersten Durchgang 4:3 für das JUDOTEAM.

Den zweiten Durchgang eröffnete der Kapitän. Junior Degen (-73) gewann souverän. Mit dem deutschen U18-Meister Dello Russo kam Christos Pintsis (-66 Kg.) im Anschluss jedoch nicht zurecht und verlor diesmal. Philip Mähler musste der Remscheider Personalnot geschuldet, drei Gewichtsklassen höher (+100 Kg.) starten und konnte sich ebenfalls nicht durchsetzen. 5:5. Auf Punktegarant Sam van’t Westende (-90 Kg.) war allerdings wieder einmal verlass. 6:5. Sascha Schmitz (-100 Kg.) verlor sein Duell trotz starker Gegenwehr und da die Klasse -66 wie beschrieben kampflos an Walheim ging, lasteten in der letzten Begegnungen des Tages die JUDOTEAM-Hoffnungen auf einen Punktgewinn auf Alexander Gabler. Der Remscheider, welcher auch sein zweites Duell in der für ihn ungewohnten Gewichtsklasse -81 Kilogramm bestreiten musste, kämpfte gegen seinen 10 Kilogramm schwereren Gegnern taktisch klug und ging nach halber Kampfzeit mit einer Kontertechnik in Führung. Diese brachte er mit seinem kraftraubenden aktiven Kampfstil geschickt über die Zeit. Eine Willensleistung, die das JUDOTEAM jubeln ließ.

Manager Cedric Pick: „Es war toll zu sehen, dass wir auch ohne einer Vielzahl von Stammkämpfern in der Bundesliga bestehen können. Die Hälfte der Athleten die heute gekämpft haben, standen schon in der zweiten Bundesliga für uns auf der Matte. Dem unbändigen Willen jedes Einzelnen und der taktischen Meisterleistung unseres Trainers ist der Punktgewinn zu verdanken.“

Mit insgesamt drei Punkten stehen die Bergischen auf dem vierten Platz der Tabelle. Weiter geht’s am 09.07 um 16.00 Uhr in der Sporthalle Neuenkamp gegen den KSC ASAHI Spremberg.