JUDOTEAM macht's wie in der Meistersaison
Das RTV JUDOTEAM gewann am Abend auch den letzten Kampf der Hauptrunde. Mit 8:6 setzten sich die Remscheider beim JC 66 Bottrop durch und beendeten damit die Hauptrunde verlustpunktfrei. Eine Wahnsinns-Siegesserie, die es bislang erst einmal gab. Als 2024 dem RTV dieses Kunststück gelang, holte man am Ende in einem dramatischen Finale auch erstmals den deutschen Meistertitel ins Bergische. Das lässt mit Zuversicht und großem Selbstvertrauen auf das Final Four am 28.11.26 in der Unihalle Wuppertal blicken.
In Bottrop setzte sich die Mannschaft um Trainer Alexander Wieczerzak einmal mehr dank mannschaftlicher Geschlossenheit, absolutem Siegeswillen und individueller Klasse durch. Das Highlight für den RTV setzte dabei Anthony Zingg. Der 32-Jährige bezwang in einem spektakulären Kampf in der Klasse -81 Kilogramm den italienischen Topstar Giovanni Esposito. Der Weltranglistenzehnte ging zwar früh mit einer kleinen Wertung in Führung, doch Zingg arbeitete sich zurück, drehte den Kampf mit seiner Spezialtechnik (Uchi-Mata) und brachte den Vorsprung geschickt über die Zeit. Mal wieder eine unglaubliche Vorstellung des gebürtigen Düsseldorfers, der seit seinem Wechsel zum RTV schon viele wichtige Punkte gegen „große Namen“ hat holen können und das Publikum mit seinem athletischen Kampfstil regelmäßig begeistert.
Die Bergischen stellten im Ruhrgebiet aber auch einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis, denn auch beim JC 66 geriet das Team zunächst in Rückstand. Das frühe 0:1 konnte Johannes Frey (+100 kg) noch ausgleichen, aber wenige Minuten später stand es bereits 1:3. Doch nachdem Luke Cabecana (-60 kg) den Anschluss herstellte und Shamil Borchashvili (-100 kg) ausglich, hatte Yuichi Yokoyama (-73 kg) die Chance, mit dem letzten Kampf vor der Pause die erstmalige Remscheider Führung zu besorgen. Und das gelang dem 19-Jährigen, welcher vor der Saison ins Bergische wechselte und am Abend zum ersten Mal für den RTV auf die Matte ging. Mit hoher Angriffsfrequenz und technisch starkem Judo erkämpfte er den so wichtigen Punkt zum 4:3.
Im zweiten Durchgang gewannen abermals Johannes Frey und Luke Cabecana vorzeitig. Und nach Anthony Zinggs „Galaauftritt“ war es Shamil Borchashvili vorbehalten, den entscheidenden achten Punkt zu erkämpfen, was dem Olympiadritten von Tokio auch souverän gelang.
Wer der Halbfinalgegner der Bergischen beim Final Four wird, entscheidet sich zwischen dem JC Rüsselsheim, dem JSV Speyer und dem JC Leipzig am kommenden Samstag (05.09)